Alle Haushalte im Dorf Rugarama in Rutshuru sind von Hunger betroffen, warnt OCHA
Das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) schlägt Alarm wegen einer Hungersnot, die 100 % der Haushalte im Dorf Rugarama im Herzen der Busanza-Gruppierung im Gebiet Rutshuru (Nord-Kivu) betrifft.
Zu den Ursachen dieser Nahrungsmittelkrise zählen bewaffnete Konflikte, wirtschaftliche Erschütterungen, Naturkatastrophen und stark steigende Lebensmittelpreise.
Die UN-Organisation warnt eindringlich vor der Schwere der Lage und fordert dringende Maßnahmen, um eine Verschärfung der Ernährungsunsicherheit in diesem von Rebellen kontrollierten Gebiet zu verhindern. Laut OCHA-Bericht weisen die meisten Haushalte eine als „schlecht“ beschriebene Ernährungslage auf, was auf Schwierigkeiten beim regelmäßigen Zugang zu ausreichender und abwechslungsreicher Nahrung hinweist. Während diese Quote in Rugarama 100 % erreicht, liegt sie in Kalembe bei über 87 %. Das Dokument hebt zudem die erhöhte Verwundbarkeit bestimmter Gruppen hervor, insbesondere von Binnenvertriebenen und zurückkehrenden Haushalten. Fast 95 % der vertriebenen Haushalte leiden unter unzureichender Ernährung, und 80 % von ihnen greifen bereits zu Notmaßnahmen, um zu überleben. Angesichts dieser Situation wenden die Menschen immer extremere Überlebensstrategien an. Viele Haushalte berichten, dass sie sich Lebensmittel leihen, Familienmitglieder zum Essen wegschicken oder Haushaltsgegenstände verkaufen. Andere nehmen ihre Kinder aus der Schule, schränken die Gesundheitsversorgung ein oder betteln, um zu überleben. Der Bericht hebt zudem die erhöhte Gefährdung bestimmter Gruppen hervor, insbesondere von Binnenvertriebenen und zurückkehrenden Haushalten (www.radiookapi.net) „10.03.2026“ weiterlesen